blogage.de > Mit den Augen einer alten Eule
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Diese merkwürdige private Veranstaltung, auf der unter dem Titel "Frieden durch Dialog" einmal jährlich einige international handverlesene Politiker und und ehemalige Politiker über Krieg und Militär reden, hat gerade getagt und tut sich schwer mit der NATO.

Schon auf einer der vorigen Konferenzen, so erinnere ich mich, meinte ein Redner, in Afghanistan würde sich weisen, ob die NATO überlebt.

Auf der Internetseite für die diesjährige Konferenz lese ich heute über den Redebeitrag des NATO-Generalsekretärs Rasmussen:

Bei seinem ersten Auftritt auf der Sicherheitskonferenz drängte Rasmussen darauf, das nordatlantische Bündnis neu auszurichten. Dazu sei es notwendig, die NATO in eine global vernetzte Sicherheitsinstitution zu verwandeln... "Das Bündnis soll ein Schnittpunkt sein, ein Netzwerk für Sicherheitspartnerschaften, ein Beratungszentrum für internationale Sicherheitsfragen", formulierte der dänische Politiker und bezog Kooperationsmöglichkeiten mit China, Indien und Pakistan ausdrücklich mit ein.

Ja zum Teufel, sind das nicht die Aufgaben der UNO? Was soll da die NATO noch?

Oder meint er mit der Kooperation mit China, Indien und Pakistan das schon lange von der Friedensbewegung gefürchtete Bündnis der reichen Staaten gegen die armen?

Dabei hörte man vor Beginn der Münchener Konferenz, dass die unmittelbar vorher in Istanbul versammelten Verteidigungsminister feststellen mussten, dass die NATO gar nicht mehr genug Geld für ehrgeizige Unternehmungen hat.

Für mich bleibt:

Ceterum censeo, die NATO ist aufzulösen.

 

nichts auf dem Kopf,  Übergangsmantel.
Strahlende Sonne vor der Brille, die Gehsteige völlig trocken.

Vorgestern war der Blick so:

heute so:

Ehrlich: vorgestern sah es schöner aus, oder?

Aber keine Bange, laut Wetterbericht wird es übermorgen wieder aussehen wie vorgestern, und Stiefel, Mütze und Windermantel werden wieder gebraucht, und auf den Gehsteigen wird man wieder zwischen Granulat und Schneematsch herumschliddern.

 

Na endlich!  Wurde ja auch mal Zeit.

Schon sehr lange ärgere ich mich maßlos:
Überall Kochsendungen, eine verspielter als die andere, alle möglichen Sterneköche kochen ach so exotische, exklusive Gerichte vor mit Zutaten, die ein Durchschnittsmensch gar nicht bekommen kann, erstens weil er dafür durch die Exklusiv-Feinkostläden einer Metropole reisen müsste und zweitens weil er sie nicht bezahlen könnte. Und immer wird auch das entsprechende Kochbuch in die Kamera gehalten .Ich frage mich immer: wer braucht das, wer kocht danach?

Ich frage mich auch  immer: wann kommt endlich die Kochsendung oder das Kochbuch, worin all die jungen Leute von heute, die - ob Männlein oder Weiblein - nicht mal mehr wissen wann das Wasser kocht, weil sie nur noch Fastfood essen oder Fertiggerichte kaufen, die sie nur noch in der Mikrowelle warmmachen, wo die mal lernen können, wie man sich ein ganz normales Essen mit erschwinglichen Zutaten kocht?

Heute wurde bei Phoenix so etwas vorgestellt. Zwei Männer, Hartz-IVer, haben Landfrauen nach alten Kochrezepte gefragt, deren Zutaten nicht mehr als den Hartz-IV-Regelsatz für Essen kosten. Daraus haben sie eine Broschüre zusammengestellt, die sie in kurzer Zeit 12000 mal verkaufen konnten. Jetzt hat sich ein Verleger dafür interessiert und bringt ein Buch "Sparkochbuch" heraus.

Ich muss sagen, diesem Verleger kann ich nur einen recht schönen guten Morgen wünschen!

Dabei meine ich, es braucht nicht unbedingt ein neues Kochbuch. Ihr jungen Leute müsst doch irgendwo auf dem Dachboden eurer Oma das Kochbuch von deren Mutter aus den vierziger Jahren finden, so was wie "Dr. Oetker Schulkochbuch". Da würdet ihr dann in ein paar Einleitungskapiteln auch erfahren, wann das Wasser kocht und warum, und weshalb man manches mit kochendem, manches mit kaltem Wasser ansetzt, und wie man mit den verschiedenen Fetten umgeht.

So etwas im Fernsehen wäre doch wichtiger als der Pipifax der Lichters und Lafers.

 

 

In der FR stand, dass es heute irgendwo eine Podiumsdiskussion zwischen Andrea Ypsilanti und Sahra Wagenknecht geben sollte. Das hätte ich zu gerne gesehen, was diese beiden Frauen sich zu sagen haben bzw. wie sie sich streiten.

Ich hatte gehofft, das würde zu später Stunde in irgendeinem Dritten übertragen, fand aber nichts. Beim eifrigen Herumgoogeln fand ich heraus: Das fand in Halle im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Linken namens "Ost-Termine" statt, in der man jeweils eine/n Ost- und eine/n West-Politiker/in über Themen, die den Osten betreffen, diskutieren lässt.

Diese Veranstaltungsreihe würde mich im ganzen interessieren. Ich finde, so was würde schon ins Fernsehen gehören, zumindest in ein Drittes oder in Phoenix. Aber da sie von der Linken, bzw. von dem Linken Bundestagsabgeordneten Roland Claus, veranstaltet wird, wird sie vom Öffentlich-Rechtlichen natürlich ignoriert...

...und wird für straffes Durchgreifen gefeiert. So weit, so gut.

Wenn bei jedem der 1500 Fälle, wie bei den ersten fünf, durchschnittlich 1 Million Steuernachzahlung anfällt, sind das anderthalb Milliarden, und die kann man gut brauchen, um für die nächsten anderthalb Jahre das Steuergeschenk an die Hoteliers zu finanzieren.

Die Botschaft lautet: Ihr Großkopfeten, zahlt mal brav eure Steuern, das sieht fürs Volk gut aus, und ihr bekommt das von uns in Form von Steuererlässen doch zurück!

Die Allgemeinheit hat nichts davon.

 

Wir Aachener hatten heute Abend am Fernseher die Qual der Wahl:
Im Ersten die Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst an unseren Arbeiterführer Rüttgers (ein Schelm, wer das als Wahlkampf-Eröffnung ansehen wollte...), im DSF genau zeitgleich die Live-Übertragungs des Spiels der Alemannia gegen Kaiserslautern auf dem heimischen Tivoli. Wobei die Qual nicht nur in der Wahl zwischen zwei Sendungen bestand, sondern in der Überlegung, bei welcher Sendung man mehr leiden würde:

- beim tierischen Ernst, der nach der Aufzeichnung am Samstag in der heutigen Zeitung gleich in drei Artikeln absolut verrissen wurde, 1. als völlig uninspirierte Veranstaltung (noch langweiliger als schon immer), 2. weil Rüttgers die verschiedenen Teile seiner heutigen Ritterrede in den letzten drei Jahren schon bei verschiedenen Karnevalsvereinen in den Weiten unseres Landes gehalten hat,

- oder beim Zusehen, wie die Alemannia wieder mal verliert.

Als es bis zum Abend in dicken, nassen Flocken schneite, bestand noch die Hoffnung, dass die Wahl wegen Ausfallens des Fußballspiels wegfallen würde, aber die Rasenheizung hat wohl funktioniert, das Spiel fand auf nur an manchen Stellen weiß überpudertem grünen Rasen statt.

Wir entschieden uns zum Hin- und Her-Zappen. Das Fußballspiel war wirklich meist interessanter als das, was sich da auf der Bühne im Eurogress abspielte. Obwohl jedes Mal, wenn wir nach Anhörung einer der wenigen etwas netten Darbietungen von der ARD zum DSF rüberzappten, wieder ein Tor mehr für die Lauterer auf der Anzeigentafel stand... Die Qual bei der Alemannia war also doch noch größer als beim Tierischen Ernst.

Die Ritterrede von Rüttgers mit der absolut glaubwürdigen Darstellung des Tagesablaufs eines NRW-Ministerpräsidenten in der Karnevalszeit war, wenn man vergaß, dass er sie schon x Mal gehalten hat, eigentlich recht nett. Es gab schon viel schlechtere. Allerdings für den Wahlkampf ungeeignet, denn er versäumte es nicht, seine westfälischen Landeskinder zu beleidigen durch die Bemerkung "Als Rheinländer ist man immer wieder erstaunt, wie viel die Westfalen trinken können, ohne lustig zu werden".

Trotzdem, ich möchte mal wissen von Euch in den Weiten Deutschlands: ist für Euch diese alberne, fade, krampfhafte, humorlose Veranstaltung im Ersten Deutschen Fernsehen zur besten Sendezeit nicht eine Zumutung?

Jetzt noch was anderes: nachdem ich neulich über das Gedeihen meiner Rittersterne geschrieben habe, habe ich beschlossen, das fortschreitende Erblühen derselben jetzt in jedem der nächsten Einträge durch ein kleines Bildchen zu dokumentieren.

Schade ist nur , dass ich hier keine Möglichkeit finde, das Bild besser in den Text einzubinden (vom Text "umfließen" zu lassen).

 

 

 

Gestern Abend und heute den halben Tag vor der Glotze.

Es scheint sich ja etwas zu tun. Aber wie weit dieser neue Strategiewandel nur vorgetäuscht ist, wird sich weisen.

Die Frage, die ich bei all diesen Talkshows immer stellen möchte, die nie gestellt wird und auch sicher nie beantwortet würde, lautet: "In der Schule haben wir im Geschichtsunterricht gelernt, dass es für den Beginn eines Krieges zwei Aspekte gibt: den Grund und den Anlass. Für den Afghanistan-Krieg – oder meinetwegen die Einsätze oder den kriegsähnlichen Zustand – war der 11. September 2001 der Anlass, aber doch nicht der Grund! Tut doch mal Butter bei de Fische und sagt ehrlich, dass die eigentlichen Gründe wirtschaftsstrategischer Natur sind".

In der Friedensbewegung herrscht die Meinung, dass keineswegs eine "Stabilisierung" Afghanistans angestrebt ist, sondern dass zumindest die USA diese Region als Unruheherd erhalten wollen, damit sie als Puffer gegen das Vordringen von China wirkt. Es kann ja sein, dass sie jetzt sehen, dass sie sich damit verhoben haben und irgendwie umschwenken müssen.

Noch etwas fällt mir bei der Diskussion hier auf: Es wird nur über das Militär geredet. Die Arbeit der zivilen Hilfsorganisationen, auch der offiziellen deutschen Entwicklungshilfe, wird nur nebenbei erwähnt, aber es wird nicht über deren Arbeit gesprochen.

Ich habe mal herumgegoogelt und einiges über die Arbeit des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) in Afghanistan erfahren; hier wurde sogar auf eine Reportage hingewiesen, die heute abend im Rahmen des ZDF-Auslandsjournals gesendet wurde: eine Lehrerin, die dort Lehrerbildung macht, offenbar eine gute Sache. Ich habe die Sendung gesehen und war nur erstaunt, dass überhaupt nicht erwähnt wurde, dass es sich um den DED handelte; man konnte meinen, es sei eine private Initiative. Wieso stellt der DED, bzw. das Entwicklungsministerium, das ihn ja finanziert, sein Licht so unter den Scheffel?

Übrigens waren auch die beiden anderen Afghanistan-Reportagen im Auslandsjournal interessant.

Und um 0:35 kommt im ZDF noch so eine Dokumentation.

Darum jetzt mal Schluss.

Von der Londoner Konferenz morgen erwarte ich mir nicht viel. Die deutsche Haltung ist ja wohl festgeklopft.

Immer wieder liest man darüber, heute wieder in der "Beruf und Karriere"-Beilage der Zeitung: So ein armer Manager mit Laptop und drei Händis, jederzeit erreichbar, bis er wegen "Burnout-Syndrom" vorübergehend in der Psychiatrischen landet. Ich kann da gar kein Mitleid haben, ich finde das einfach nur blöd.

Früher hatte jeder Manager, jeder Abteilungsleiter, ein Vorzimmer mit mindestens einer Sekretärin. Das Telefon in der Firma war immer so geschaltet, dass jedes Gespräch für den Chef bei der Sekretärin ankam, und dieser nützliche Vorzimmerdrache wählte strikt aus, was und wann zum Chef durchgestellt wurde. Warum geht das heute nicht mehr? Als ob man nicht auch bei Reisen des Chefs die Händis so schalten könnte, dass die Gespräche erst in der Firma ankommen und nur wenn sie wichtig sind, zum Chef im ICE oder Flugzeug durchgestellt werden.

Delegieren nennt man das, und das ist doch das erste, was einer gelernt haben müsste, wenn er auf einen leitenden Posten kommt. Aber offenbar haben diese Herrchen, seltener Dämchen, heute zwar alle Aspekte von VWL, BWL und noch zig wichtige Aufbaustudiengänge studiert, aber von simpler Selbst- und Arbeitsorganisation haben sie dabei offenbar nichts gehört.

Wenn ich zurückdenke, muss ich sagen: die wirklich guten Chefs und Führungspersönlichkeiten, die ich kennengelernt habe, hatten überhaupt nicht studiert, sondern sich über eine kaufmännische Lehre hochgearbeitet; die wussten dann, wer welche Arbeit machen konnte, konnten delegieren und bekamen kein "Burnout-Syndrom".

Eigentlich erschreckend: diese unorganisierten, hektischen Kerlchen sind heute unsere Top-Wirtschaftsleute? Kein Wunder, wenn die nur noch kurzfristige Gewinnziele sehen, weil sie nicht die Ruhe haben, langfristige Strategien durchzudenken, kein Wunder, wenn die die Wirtschaft an die Wand fahren.

 

An Uhus Jacke war eine Ärmelnaht ein Stückchen weit aufgetrennt, keine Arbeit, das zuzunähen. Aber ich fand im Nähkasten gerade noch einen Rest Nähseide in der passenden Farbe. Also: hellbeige Nähseide kaufen.

Als ich zum Einkaufengehen den Mantel anzog, hing ein Knopf bedenklich herunter. Die Ersatzknöpfe sind all, also lieber gleich annähen. Leider keine Nähseide im passenden Grün mehr da. Also mal provisorisch ein unpassendes Grün genommen und vorgenommen: gleich auch eine Rolle dunkelgrüne Nähseide kaufen.

Aber wo?? Ich weiß natürlich, dass der Kaufhof eine Kurzwarenabteilung hat, aber soweit wollte ich jetzt nicht laufen. Es muss doch sowas auch mehr in unserer Nähe geben!

Früher gab es ganz in der Nähe, neben dem Bäcker, ein kleines Kurzwarengeschäft, das ist natürlich schon lange, lange weg. Dann hatten die Supermärkte in der Nähe immer einen Ständer mit Nähgarn und Nähseiden in allen Farben, meist neben den Socken und Strumpfhosen. Das habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen. Wer könnte das sonst noch haben?

Ich bin durch mehrere Supermärkte und einen Drogeriemarkt gelaufen. Sie haben allen möglichen Pipifax, Servietten und Kerzen, auch ein paar Schreibwaren, Postkarten, Batterien, Fotosachen: der Drogeriemarkt hatte auch Strümpfe, aber etwas zum Nähen war nirgends in Sicht.

Das ist also das moderne Leben: es besteht offenbar kein Bedarf mehr nach etwas Nähgarn!

Dabei ist doch gerade heute die Kleidung, wenn sie nicht sehr teuer ist, im fernen China so mit der heißen Nadel genäht, dass man alle Augenblicke etwas nachnähen muss.

Nähen die jungen Leute, auch die jungen Frauen, sich keinen Knopf mehr selber an? Werfen sie das Teil schon weg, wenn die erste Naht auf- oder der erste Knopf abgeht??

Ich bin jedenfalls wütend, dass ich für zwei Röllchen Nähseide die Tagereise zum Kaufhof antreten muss.

Angeregt durch einen langen Artikel im SPIEGEL über Google hat Uhu, der sich noch in der Anfangsphase der Beschäftigung mit Computer und Internet befindet, einmal spaßeshalber seinen Namen gegoogelt. Ergebnis:

- drei Personen, die einen Teil seines Namens tragen, sowie

- zwei Unterschriftenlisten von politischen Appellen aus den Jahren 2005 und 2008.

Ich habe dann auch mal nach meinem "bürgerlichen" Namen gesehen; da steht etwas mehr, u.a. einiges aus der Mailing List von OpenOffice, und außer den beiden Unterschriftenlisten, auf denen auch Uhu ist, noch eine von 2002 und eine von 2007.

Zwei der Appelle waren direkt an alle Bundestags-Abgeordneten gerichtet, einer war ein "offener Brief" und einer war als Anzeige für überregionale Zeitungen bestimmt.

Von unseren sechs Unterschriften waren nur zwei im Internet geleistet, nämlich meine von 2005 und 2008. 2002 hatte ich noch gar keinen Internetzugang; Uhu hat bis heute keine eigene E-Mail-Adresse, die man ja braucht, wenn man online etwas unterschreiben will; zwei Unterschriften auf einer E-Mail-Adresse werden nicht zugelassen.

Die Initiatoren der Appelle haben die Listen mit allen Unterschriften also nachträglich ins Netz gestellt, und da stehen sie für jeden einsehbar, solange das Internet besteht.

Nun sind Uhu und ich alte Leute, die nicht mehr im Berufsleben stehen und keine besonderen Pläne mehr haben; wer wird Interesse daran haben, unsere Namen im Internet nachzusehen, und wenn, was macht es aus, wenn jemand erfährt, in welcher politischen Richtung wir uns engagieren? Höchstens, falls wir jemals eine andere Wohnung suchen, kann ein spießiger Hausbesitzer finden, dass er Leute unseres Schlages nicht haben will....

Aber jüngere Leute – es ist ja bekannt, dass Arbeitgeber jetzt bei jedem Bewerber im Internet nachschauen, und die Kenntnis über ein politisches Engagement könnte möglicherweise von Nachteil sein!

Früher war das anders: die Listen mit den vollen Namen, Adressen und Unterschriften wurden nur dem Appell beigefügt und den Adressaten übergeben. Selbst wenn sie als Anzeige in Zeitungen veröffentlicht wurden, lagerten sie anschließend nur in den Archiven der Zeitungen. Arbeitgeber oder andere hatten wohl kaum die Möglichkeit, solche Aktivitäten einzelner Personen herauszufinden.

Es ist überhaupt nicht einzusehen, dass ausgefüllte Unterschriftenlisten ins Internet gestellt werden. Die Appelle mitsamt Unterschriften werden doch normalerweise in Papierform den Adressaten übergeben – das reicht doch!

Übrigens: ich habe inzwischen sehr viel mehr Appelle online unterschrieben; die habe ich beim Suchen nach meinem Namen nicht gefunden, auch die Online-Petition an den Bundestag zur Transaktionssteuer nicht – es geht also!

Wenn man fürchten muss, seinen auf eine Unterschriftenliste gesetzten vollen Namen im Internet wiederzufinden – ich fürchte, dann werden einige Leute zögern, noch irgendwo so etwas zu unterschreiben – und das wäre schlimm für die Demokratie!

 

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