Diese merkwürdige private Veranstaltung, auf der unter dem Titel "Frieden durch Dialog" einmal jährlich einige international handverlesene Politiker und und ehemalige Politiker über Krieg und Militär reden, hat gerade getagt und tut sich schwer mit der NATO.
Schon auf einer der vorigen Konferenzen, so erinnere ich mich, meinte ein Redner, in Afghanistan würde sich weisen, ob die NATO überlebt.
Auf der Internetseite für die diesjährige Konferenz lese ich heute über den Redebeitrag des NATO-Generalsekretärs Rasmussen:
Bei seinem ersten Auftritt auf der Sicherheitskonferenz drängte Rasmussen darauf, das nordatlantische Bündnis neu auszurichten. Dazu sei es notwendig, die NATO in eine global vernetzte Sicherheitsinstitution zu verwandeln... "Das Bündnis soll ein Schnittpunkt sein, ein Netzwerk für Sicherheitspartnerschaften, ein Beratungszentrum für internationale Sicherheitsfragen", formulierte der dänische Politiker und bezog Kooperationsmöglichkeiten mit China, Indien und Pakistan ausdrücklich mit ein.
Ja zum Teufel, sind das nicht die Aufgaben der UNO? Was soll da die NATO noch?
Oder meint er mit der Kooperation mit China, Indien und Pakistan das schon lange von der Friedensbewegung gefürchtete Bündnis der reichen Staaten gegen die armen?
Dabei hörte man vor Beginn der Münchener Konferenz, dass die unmittelbar vorher in Istanbul versammelten Verteidigungsminister feststellen mussten, dass die NATO gar nicht mehr genug Geld für ehrgeizige Unternehmungen hat.
Für mich bleibt:
Ceterum censeo, die NATO ist aufzulösen.
