blogage.de > Mit den Augen einer alten Eule
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Der Witz ist bekannt:

Ein Kaufmann, ein Kfz-Mechaniker und ein EDV-Fachmann fahren zusammen im Auto. Plötzlich bleibt das Auto stehen und will nicht mehr weiterfahren.
Der Kaufmann sagt: "Wir kaufen Benzin, dann können wir weiterfahren". Der Kfz-Mechaniker sagt: Wir wechseln die Zündkerzen aus, dann können wir weiterfahren". Der EDV-Fachmann sagt: "Wir steigen alle aus, wir steigen alle wieder ein, dann können wir weiterfahren".

Ich heute morgen: will Phoenix gucken, schalte den Fernseher ein, schalte den Receiver ein (ja, beide Geräte haben Knöpfe zum Ein- und Ausschalten .-), und wir lassen sie grundsätzlich nie im Standby), gehe vom Standby auf Empfang, und -

das Bild ist grau, Hintergrund lila, die Gesichter giftgrün, die Münder bewegen sich, es kommt kein Ton! Ich schalte im Menü herum, Lautstärke, Kopfhörer ein-aus, Bildanpassung, Farbe, schwarzweiß, sämtliche Knöpfe auf beiden Fernbedienungen – keine Änderung!.

Ich schalte den Fernseher aus, schalte den Receiver aus,
ich schalte den Fernseher ein, schalte den Receiver ein, - und:

Bild und Ton kommt tadellos – alles in Ordnung, ich kann ganz normal die Sendung gucken!

Bis jetzt kannte ich das nur von meinem Laptop. Da kommt das öfter vor.

Aber muss unser Fernseher, der gute Loewe, und/oder der (weniger gute) Receiver das jetzt nachmachen?!

 

Na endlich!  Wurde ja auch mal Zeit.

Schon sehr lange ärgere ich mich maßlos:
Überall Kochsendungen, eine verspielter als die andere, alle möglichen Sterneköche kochen ach so exotische, exklusive Gerichte vor mit Zutaten, die ein Durchschnittsmensch gar nicht bekommen kann, erstens weil er dafür durch die Exklusiv-Feinkostläden einer Metropole reisen müsste und zweitens weil er sie nicht bezahlen könnte. Und immer wird auch das entsprechende Kochbuch in die Kamera gehalten .Ich frage mich immer: wer braucht das, wer kocht danach?

Ich frage mich auch  immer: wann kommt endlich die Kochsendung oder das Kochbuch, worin all die jungen Leute von heute, die - ob Männlein oder Weiblein - nicht mal mehr wissen wann das Wasser kocht, weil sie nur noch Fastfood essen oder Fertiggerichte kaufen, die sie nur noch in der Mikrowelle warmmachen, wo die mal lernen können, wie man sich ein ganz normales Essen mit erschwinglichen Zutaten kocht?

Heute wurde bei Phoenix so etwas vorgestellt. Zwei Männer, Hartz-IVer, haben Landfrauen nach alten Kochrezepte gefragt, deren Zutaten nicht mehr als den Hartz-IV-Regelsatz für Essen kosten. Daraus haben sie eine Broschüre zusammengestellt, die sie in kurzer Zeit 12000 mal verkaufen konnten. Jetzt hat sich ein Verleger dafür interessiert und bringt ein Buch "Sparkochbuch" heraus.

Ich muss sagen, diesem Verleger kann ich nur einen recht schönen guten Morgen wünschen!

Dabei meine ich, es braucht nicht unbedingt ein neues Kochbuch. Ihr jungen Leute müsst doch irgendwo auf dem Dachboden eurer Oma das Kochbuch von deren Mutter aus den vierziger Jahren finden, so was wie "Dr. Oetker Schulkochbuch". Da würdet ihr dann in ein paar Einleitungskapiteln auch erfahren, wann das Wasser kocht und warum, und weshalb man manches mit kochendem, manches mit kaltem Wasser ansetzt, und wie man mit den verschiedenen Fetten umgeht.

So etwas im Fernsehen wäre doch wichtiger als der Pipifax der Lichters und Lafers.

 

 

Immer wieder liest man darüber, heute wieder in der "Beruf und Karriere"-Beilage der Zeitung: So ein armer Manager mit Laptop und drei Händis, jederzeit erreichbar, bis er wegen "Burnout-Syndrom" vorübergehend in der Psychiatrischen landet. Ich kann da gar kein Mitleid haben, ich finde das einfach nur blöd.

Früher hatte jeder Manager, jeder Abteilungsleiter, ein Vorzimmer mit mindestens einer Sekretärin. Das Telefon in der Firma war immer so geschaltet, dass jedes Gespräch für den Chef bei der Sekretärin ankam, und dieser nützliche Vorzimmerdrache wählte strikt aus, was und wann zum Chef durchgestellt wurde. Warum geht das heute nicht mehr? Als ob man nicht auch bei Reisen des Chefs die Händis so schalten könnte, dass die Gespräche erst in der Firma ankommen und nur wenn sie wichtig sind, zum Chef im ICE oder Flugzeug durchgestellt werden.

Delegieren nennt man das, und das ist doch das erste, was einer gelernt haben müsste, wenn er auf einen leitenden Posten kommt. Aber offenbar haben diese Herrchen, seltener Dämchen, heute zwar alle Aspekte von VWL, BWL und noch zig wichtige Aufbaustudiengänge studiert, aber von simpler Selbst- und Arbeitsorganisation haben sie dabei offenbar nichts gehört.

Wenn ich zurückdenke, muss ich sagen: die wirklich guten Chefs und Führungspersönlichkeiten, die ich kennengelernt habe, hatten überhaupt nicht studiert, sondern sich über eine kaufmännische Lehre hochgearbeitet; die wussten dann, wer welche Arbeit machen konnte, konnten delegieren und bekamen kein "Burnout-Syndrom".

Eigentlich erschreckend: diese unorganisierten, hektischen Kerlchen sind heute unsere Top-Wirtschaftsleute? Kein Wunder, wenn die nur noch kurzfristige Gewinnziele sehen, weil sie nicht die Ruhe haben, langfristige Strategien durchzudenken, kein Wunder, wenn die die Wirtschaft an die Wand fahren.

 

An Uhus Jacke war eine Ärmelnaht ein Stückchen weit aufgetrennt, keine Arbeit, das zuzunähen. Aber ich fand im Nähkasten gerade noch einen Rest Nähseide in der passenden Farbe. Also: hellbeige Nähseide kaufen.

Als ich zum Einkaufengehen den Mantel anzog, hing ein Knopf bedenklich herunter. Die Ersatzknöpfe sind all, also lieber gleich annähen. Leider keine Nähseide im passenden Grün mehr da. Also mal provisorisch ein unpassendes Grün genommen und vorgenommen: gleich auch eine Rolle dunkelgrüne Nähseide kaufen.

Aber wo?? Ich weiß natürlich, dass der Kaufhof eine Kurzwarenabteilung hat, aber soweit wollte ich jetzt nicht laufen. Es muss doch sowas auch mehr in unserer Nähe geben!

Früher gab es ganz in der Nähe, neben dem Bäcker, ein kleines Kurzwarengeschäft, das ist natürlich schon lange, lange weg. Dann hatten die Supermärkte in der Nähe immer einen Ständer mit Nähgarn und Nähseiden in allen Farben, meist neben den Socken und Strumpfhosen. Das habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen. Wer könnte das sonst noch haben?

Ich bin durch mehrere Supermärkte und einen Drogeriemarkt gelaufen. Sie haben allen möglichen Pipifax, Servietten und Kerzen, auch ein paar Schreibwaren, Postkarten, Batterien, Fotosachen: der Drogeriemarkt hatte auch Strümpfe, aber etwas zum Nähen war nirgends in Sicht.

Das ist also das moderne Leben: es besteht offenbar kein Bedarf mehr nach etwas Nähgarn!

Dabei ist doch gerade heute die Kleidung, wenn sie nicht sehr teuer ist, im fernen China so mit der heißen Nadel genäht, dass man alle Augenblicke etwas nachnähen muss.

Nähen die jungen Leute, auch die jungen Frauen, sich keinen Knopf mehr selber an? Werfen sie das Teil schon weg, wenn die erste Naht auf- oder der erste Knopf abgeht??

Ich bin jedenfalls wütend, dass ich für zwei Röllchen Nähseide die Tagereise zum Kaufhof antreten muss.

Angeregt durch einen langen Artikel im SPIEGEL über Google hat Uhu, der sich noch in der Anfangsphase der Beschäftigung mit Computer und Internet befindet, einmal spaßeshalber seinen Namen gegoogelt. Ergebnis:

- drei Personen, die einen Teil seines Namens tragen, sowie

- zwei Unterschriftenlisten von politischen Appellen aus den Jahren 2005 und 2008.

Ich habe dann auch mal nach meinem "bürgerlichen" Namen gesehen; da steht etwas mehr, u.a. einiges aus der Mailing List von OpenOffice, und außer den beiden Unterschriftenlisten, auf denen auch Uhu ist, noch eine von 2002 und eine von 2007.

Zwei der Appelle waren direkt an alle Bundestags-Abgeordneten gerichtet, einer war ein "offener Brief" und einer war als Anzeige für überregionale Zeitungen bestimmt.

Von unseren sechs Unterschriften waren nur zwei im Internet geleistet, nämlich meine von 2005 und 2008. 2002 hatte ich noch gar keinen Internetzugang; Uhu hat bis heute keine eigene E-Mail-Adresse, die man ja braucht, wenn man online etwas unterschreiben will; zwei Unterschriften auf einer E-Mail-Adresse werden nicht zugelassen.

Die Initiatoren der Appelle haben die Listen mit allen Unterschriften also nachträglich ins Netz gestellt, und da stehen sie für jeden einsehbar, solange das Internet besteht.

Nun sind Uhu und ich alte Leute, die nicht mehr im Berufsleben stehen und keine besonderen Pläne mehr haben; wer wird Interesse daran haben, unsere Namen im Internet nachzusehen, und wenn, was macht es aus, wenn jemand erfährt, in welcher politischen Richtung wir uns engagieren? Höchstens, falls wir jemals eine andere Wohnung suchen, kann ein spießiger Hausbesitzer finden, dass er Leute unseres Schlages nicht haben will....

Aber jüngere Leute – es ist ja bekannt, dass Arbeitgeber jetzt bei jedem Bewerber im Internet nachschauen, und die Kenntnis über ein politisches Engagement könnte möglicherweise von Nachteil sein!

Früher war das anders: die Listen mit den vollen Namen, Adressen und Unterschriften wurden nur dem Appell beigefügt und den Adressaten übergeben. Selbst wenn sie als Anzeige in Zeitungen veröffentlicht wurden, lagerten sie anschließend nur in den Archiven der Zeitungen. Arbeitgeber oder andere hatten wohl kaum die Möglichkeit, solche Aktivitäten einzelner Personen herauszufinden.

Es ist überhaupt nicht einzusehen, dass ausgefüllte Unterschriftenlisten ins Internet gestellt werden. Die Appelle mitsamt Unterschriften werden doch normalerweise in Papierform den Adressaten übergeben – das reicht doch!

Übrigens: ich habe inzwischen sehr viel mehr Appelle online unterschrieben; die habe ich beim Suchen nach meinem Namen nicht gefunden, auch die Online-Petition an den Bundestag zur Transaktionssteuer nicht – es geht also!

Wenn man fürchten muss, seinen auf eine Unterschriftenliste gesetzten vollen Namen im Internet wiederzufinden – ich fürchte, dann werden einige Leute zögern, noch irgendwo so etwas zu unterschreiben – und das wäre schlimm für die Demokratie!

 

etzt habe ich doch vor lauter Ilias die Neujahrswünsche vergessen! Aber das Jahr hat ja gerade erst angefangen, es ist also noch nicht zu spät, zu sagen:

Allen meinen BloggerfreundInnen wünsche ich 

ein angenehmes Jahr 2010,

möglichst gute Gesundheit,

Erfüllung ihrer Wünsche,

und für uns alle

mehr Frieden !

 

Übrigens: Mit der Ilias bin ich noch lange nicht fertig;  ich bin erst bei Gesang Fünf von vierundzwanzig. Das Gemetzel hat gerade erst angefangen...  Aber ich bin fest entschlossen, das durchzukauen.

 

Alllen Bloggern und Bloggerinnen, die hier vorbeikommen,

wünsche ich ein paar schöne Tage,

ruhig und besinnlich

oder auch fröhlich,

auf jeden Fall stressfrei!

Durchatmen,

Etwas Auftanken für den Alltag.


Die alte Eule

Seit über einer Woche denke ich, ich müsste endlich mal wieder was bloggen, denn mich besucht bald keiner mehr; aber ich kriege nichts zusammen. Zeitung, Fernsehen, Politik, Kochrezepte, Weihnachtsüberlegungen, ein Knäuel im Kopf, zu nichts Lust, müsste endlich Weihnachtskarten schreiben...

Mittwoch.
Es ist kalt geworden, vereinzelte ganz ganz feine Schneeflocken kommen aus ein paar Zirruswolken vom ansonsten blauen Himmel. Der Uhrmacher hat meiner letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommenen Uhr eine neue Batterie eingesetzt. Ich brauche sie nicht zu bezahlen; er druckst herum, dass die alte hätte länger halten müssen; wahrscheinlich hätte die Uhr vor dem Kauf schon ein halbes Jahr bei ihm im Laden gelegen, und/oder vorher in der Fabrik – wenigstens ehrlich.
Am Abend in der Uni ein Podium über Afghanistan – soll ich überhaupt hingehen, wo doch immer nur dasselbe gesagt wird? Wider Erwarten so kurz vor Weihnachten ist der Hörsaal so proppenvoll, dass in einen größeren umgezogen wird. Trotzdem eher enttäuschend. Ein Jugendoffizier, ein afghanischer Ex-Botschafter, dessen Deutsch sehr schlecht zu verstehen ist, ein Journalist vom ZDF, der selber noch nie in Afghanistan war, aus dem Publikum u.a. energische Nachfragen von zwei afghanischen StudentInnen, die leider beide auch sehr schwer zu verstehen sind. Fazit der Veranstaltung: Das Militär muss drin bleiben, sonst bricht in Afghanistan Chaos aus. Für mich: Ratlosigkeit
Auf dem Heimweg sind die Straßen weiß überpudert. Zu Hause nur ein Blick in die Mailbox, keine Lust zum Bloggen, statt dessen Spider Solitär, und ich versäume eine Talkshow über Afghanistan auf Phoenix, Ärger.

Donnerstag.
Vormittags zum Markt, der von seinem üblichen Platz durch den Weihnachtsmarkt vertrieben wurde. Strahlende Sonne, kalt. Mein Weg ist identisch mit dem Pilgerweg vom Busparkplatz zum Weihnachtsmarkt. Vor mir ein Meer von roten Mützen. Nein, nicht diese grässlichen Nikolausmützen, sondern einfache rote Strickmützen auf den Köpfen vielleicht zehnjähriger Kinder, also eine Schulklasse, eher mehrere, es müssen gegen hundert Kinder sein, die ganze Fußgängerstraße ist voll. Franzosen? Ich mische mich dazwischen um ihre Sprache mitzukriegen, aber von diesen kleinen Kindern vernehme ich nur ein Geknautsche. Erst als ich neben zwei der Lehrer komme, höre ich feinstes britisches Englisch. Natürlich, und die Wappen an den Mützen weisen die englische Schuluniform aus. Englische Schulen fahren mit ihren Kindern auf den Aachener Weihnachtsmarkt! Ich weiß ja, dass jetzt massenhaft Busladungen aus Belgien, Holland, Frankreich und England kommen, aber sogar Schulklassen? Ich kann nur den Kopf darüber schütteln, was das nördliche Westeuropa an unserem Weihnachtsmarkt findet; denn ich finde den überhaupt nicht aufregend. Aber wenn der Rubel rollt – mir soll es Recht sein.

Ich gehe schneller als die Kinder, passiere noch einen Hiesigen, der in bemühtem Englisch jemandem etwas erklärt, und umgehe dann den Weihnachtsmarkt. Am Weltladen ein Schild an der Tür: "Coffee to go". Ich frage die Verkäuferin, ob in Togo denn Kaffee wächst, meiner Ansicht nach eher Kakao. Sie erklärt mir ernsthaft, dass "Kaffee zum Mitnehmen" gemeint ist. Ich frage, warum das dann nicht da steht. Diese Frage versteht sie nicht. Mit fair gehandelter Schokolade in der Tasche komme ich am Dom vorbei, wo wieder eine Schulklasse steht, diesmal größere Kinder, uniformlos, und auf französisch etwas erklärt bekommt. Sie gehen dann nicht Richtung Weihnachtsmarkt. Die französischen Klassen sehen wir das ganze Jahr über, für die ist ein Besuch der Chapelle ihres Charlemagne Pflicht.

Endlich auf dem Markt, an diesem Ausweichplatz sehr eng. Sonst kaufe ich ja immer Fisch beim Holländer, und zwar solchen, bei dem man die Augen sehen kann, aber heute keine Lust auf die Arbeit mit Schuppen und Ausnehmen usw. Etwas guten französischen Käse bei einem Händler, der wirklich was davon zu verstehen scheint. Gemüse, Münsterbirnen, und dann vor allem zu dem Wagen des Milchbauern, der einzigen Stelle, an der man noch echte Frischmilch bekommen kann. Mit drei Glasflaschen Frischmilch, einigen Kilo Ober und Gemüse und einem Blumenstrauß schleppe ich mich zum Taxistand.

Mit dem Taxifahrer rede ich über das Wetter. Er sagt, er kann sich immer noch nicht an das immer gleiche, meist graue Wetter hier gewöhnen. "Woher kommen Sie?" "Aus Afghanistan". Ich lasse ihn erzählen "Der Winter ist sehr kalt und viel Schnee, aber der Frühling ist wirklich Frühling, der Sommer wirklich Sommer, und wir haben keine Industrie, also wenn der Himmel blau ist, dann ist er wirklich blau, so blau, wie man ihn sich hier nicht vorstellt". Dann frage ich ihn, was er zu der Situation in Afghanistan meint, haben diese Militäreinsätze Sinn? Er verneint es energisch, dann redet er von der korrupten Regierung ("wenn nur die Hälfte der Hilfsgelder wirklich ankommen würde, wären wir ein großes Stück weiter"), von den Taliban, die wieder immer mehr herrschen, es sind Paschtunen, und die bekommen immer mehr die Oberhand (er ist kein Paschtune), und sagt am Schluss, das amerikanische und andere Militär muss bleiben, denn nur so können die Taliban besiegt werden. Ratlosigkeit..

Abends finde ich hier einen Videostream über die gestrige Phoenix-Sendung "Die Kundus-Affäre – ziviler Aufbau oder Krieg?". Fazit der Sendung: Es ist von Anfang an alles falsch gemacht worden, viel Zeit verloren, eigentlich schon zu spät, also: Ratlosigkeit.
In der Sendung saß auch Reinhard Erös, der einzige, der wirklich was von Afghanistan zu kennen scheint. Ich gehe auf die Internetseite seiner Kinderhilfe Afghanistan, denn wir haben uns vorgenommen, da wirklich etwas von unserem Ersparten beizutragen, dass mehr Schulen eingerichtet werden können. Neue Schulen scheint er zur Zeit nicht zu bauen; die alten brauchen aber auch Hilfe. Leider kein Kontaktformular, ich müsste ihm mailen, um mich zu erkundigen. Noch unsicher...

Freitag
Jetzt klargezogen, wie wir Weihnachten gestalten, nämlich völlig ruhig, wir machen uns auch keine Verlegenheitsgeschenke. Am 2. Feiertag das gemütliche Hausbrunch ohne viel Arbeit. Ein paar Einkäufe

Abends vor der Glotze mal ganz gemütlich "Der kleine Lord". Ich hatte als Kind das Buch gelesen und habe davon fest ein Bild im Kopf: Der griesgrämige alte Lord im Lehnstuhl, vor ihm der blonde Junge im Spitzenkrägelchen und der große Hund. Genauso saß im Film Alec Guinness, mit dem goldigen Jungen und dem Hund. Der Film war auch genau wie erwartet: zaghafte soziale Anklage mit Armut, Wohltätigkeit, und am Schluss sind die Adligen doch sehr nette Leute in der besten aller Welten. Eine gemütliche und gut gespielte und mit Humor inszenierte Schmonzette, wenn man sich von seiner kritischen Ratlosigkeit mal erholen will.

Samstag.
Zehn Grad unter Null. Das Vogelfutter scheint nicht richtig angenommen zu werden, aber in der Hecke schlüpfen die Amseln. Ich streue noch auf die Fensterbretter nach hinten heraus ein paar Fettflocken. Die neue Hausnachbarin hat eine Katze; noch lässt sie sie nicht nach draußen, aber wenn, dann werden wohl keine Vögel mehr kommen, schade.

Heute keine Einkäufe. Dafür kann dies hier zuende geschrieben und abgeschickt werden.

Und heute und morgen: Hauruck – Weihnachtskarten schreiben!! (Hoffentlich....seufz...).

 

Problem erkannt!

Heute morgen nach dem Aufwachen, grübel-grübel: Was ist es denn an meinen Texten, das als Spam angesehen wird?? Könnte eigentlich nur die URL sein.  Und die kann man beim Kommentieren doch weglassen. Muss ich mal probieren.

Beim abendlichen Online-gehen sah ich den Kommentar von Lonesome Wolf, der mir das gleiche riet.

Also probiert bei Andi Berlin, Saarbreaker und Bembelkandidat - und siehe da, es klappte!!  :-)))

Wieder grübel-grübel: Was an meiner URL ist Spam? Hat da jemand was gegen mich (alteeule) oder gegen blogage?  Ich habe ja noch ein altes Blog bei blogg.de. Also beim Bembelkandidaten noch einen Kommentar geschickt mit Angabe der URL http://alteeule.blogg.de - und es klappte problemlos!

Also: jemand hat etwas gegen den Betreiber blogage.de.  Da sollen die sich doch mal drum kümmern, sonst kriegen sie keine Kundschaft mehr.

Für mich ergibt sich jetzt folgendes Vorgehen:

Bei allen auf meiner Blogroll kommentiere ich ab jetzt ohne Angabe meiner URL; meinen Link haben sie ja hoffentlich auf ihrer Blogroll (muss dann mal nachsehen).

 Wenn ich bei Blogs kommentiere, die mich noch nicht kennen, gebe ich als URL das blogg.de-Blog an.  Da werde ich noch einen entsprechenden Hinweis auf mein jetziges Blog schreiben.

Immerhin, ich bin froh das rausgefunden zu haben.

Es würde mich aber interessieren, ob es anderen blogage-Bloggern auch so geht wie mir.

 

Puh, das war Arbeit in der Nacht von Samstag auf Sonntag! Ich habe bei allen 28 Blogs auf meiner Blogroll auf dem jeweils letzten Eintrag (ohne denselben durchzulesen, tut mir leid....) den Kommentartext (wie in meinem Eintrag "So, da bin ich wieder" beschrieben) mit Bearbeiten Kopieren eingefügt. Ergebnis:

Bei 10 Blogs hat es geklappt. Das sind:

-Blog ohne Namen, Dingolingo, Rabeneva: alle drei bei blogage.de; dort erscheint allerdings vor meinem Kommentartext noch eine Zeile HTML-Code ; den Grund hat mir Dingolingo inzwischen erläutert.

-Alphaweibchen (wordpress), Bärenpost (myblog), orangata (designblog)
-Eulenblog, Horst Schulte, Kranichs Tagebuch, Lonesome Wolf: alle offenbar mit eigener Homepage ohne Blogbetreiber.

Bei 10 Blogs war es so: mein Kommentar erschien nicht, ich schloss das Blog, ging wieder neu rein und schrieb meinen Kommentar neu; da erschien die Meldung "Wordpress>Fehler: doppelter Kommentar wurde entdeckt; vermutlich haben Sie das schon einmal gesagt" (die Formulierungen waren etwas unterschiedlich, einmal auf Englisch). Das sind:

-Andi Berlin, Blauer Büffel, Blogsgesang, Gedankenpflug, Karan, Sammelmappe, Typeryder: alle offenbar eigene Homepages, nicht bei Wordpress
-Somlu, Wildgans: (wordpress)
-Islandblog (blog.de)
Andi Berlin und Somlu haben mir schon geschrieben, dass mein Kommentar bei ihnen bei den Spams aufgetaucht ist; vielleicht ist das bei den anderen ja auch so.

Bei 4 Blogs erschien nichts:

-Bembelkandidat (limacity), Kunterbuntes (blogage) , NachGedacht (blogg.de), Saarbreaker (homepage). Bei Kunterbunt und Saarbreaker hieß es allerdings, sie würden noch moderiert, es kam aber nichts.

Bei drei Blogs gab es verschiedene Meldungen:

-Duckhome (homepage): "Spamschutz. ungültiger Kommentar wurde nicht hinzugefügt, da Kommentare entweder deaktiviert, ungültige Eingaben, oder Anti-Spam-Maßnahmen";

-Kranich (opablog.twoday.net): "!!!error: dieser Eintrag wurde als Spam klassifiziert und wurde verworfen".
-shifting reality (wordpress.com): "discarded".

Eine Systematik bezüglich bestimmter Blogs (Blogbetreiber) kann ich danach nicht erkennen, außer dass es bei  blogage,  bei dem ich selbst bin,  zu klappen scheint. Allerdings auch hier mit der Ausnahme des moderierten Blogs.

Ich habe auch probiert, ob es einen Unterschied macht, ob ich aus meinem eigenen Blog (eingelogt) in die anderen Blogs gehe, oder ausgelogt, aber noch bei geöffnetem Blog, oder ob ich nur Firefox aufmache und das andere Blog als URL neu eingebe. Macht keinen Unterschied. Dann muss es an meinem System liegen – habe ich einen Virus? Wenn ich dies abgeschickt habe, mache ich mal einen Scan.

Das ganze ist Mist! Ich will doch die Blogeinträge kommentieren, und zwar für alle sichtbar. Ich will nicht jedem Blogger meine persönliche Meinung mailen müssen!!

Aber für heute mache ich Schluss.

Gute Nacht allerseits.

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